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Im

Laufe eines Menschenlebens sammelt sich einiges an Gegenständen an. Dinge des täglichen Bedarfs, bereits abgenutzte, mit Geschichten oder Erinnerungen behaftete. Dinge die wertvoll erscheinen, die wir gelernt haben besitzen zu wollen und solche, die wir womöglich irgendeinmal benötigen können. Der Sammeltrieb mag in unseren Genen verankert sein, das Anhäufen von Dingen für abstrakte Zwecke (wie im Grunde schon deren Herstellung) ist aber nur der menschlichen Spezies eigen. Menschen können Dinge tun, die nicht nur dem bloßen Aufrechterhalten der Lebenskraft, oder dem unmittelbaren sozialen Zusammenhalt in der Gruppe dienen. Sie besitzen die Fähigkeit, abstrakt zu denken, zu projizieren, zu reflektieren (was nicht zwangsläufig mit Erkennen bzw. Wissen gleichzusetzen ist). In Folge dessen stellt sich auch die „Ich-Frage“ (die Fähigkeit zur Fragestellung sei vorausgesetzt). Wenn wir nun davon ausgehen, dass eine Definition, also dass jegliche Art einer Beschreibung von Irgendetwas, immer auch eine Form der Abgrenzung von etwas Anderem bedeutet und dieses Andere seinerseits ebensowenig ohne Gegenstück (definiert) sein kann, bleibt uns nur die Schlußfolgerung (und das ist ja insofern interessant, als dass das ja zugleich bedeutet, dass Erkenntnis als Ergebnis einer Überlegung eigentlich immer auch eine gewisse Resignation beinhaltet: wenn es nicht so ist und auch nicht so, dann ist es eben soundso...), dass es erstens per Definition nichts ursächlich (sehr wohl aber wirklich) gibt, zweitens jede Erkenntnis auch bedeutet, nicht mehr weiter zu wissen, also jede Errungenschaft zugleich Niederlage ist und drittens dass Mensch eben nur sein kann, wenn er Gedanken oder in Folge Dinge erschafft, von denen er sich unterscheiden kann. Das muss bedeutet, dass Dinge erschaffen werden bzw. wir diese als unsere Erweiterung um uns anhäufen, um uns darzustellen, indem sie zeigen, was nicht wir sind. Anders gesagt: Was nicht ich bin, bin ich. Oder: was ich bin, das bin ich nicht. So gesehen ist die reine Logik allenfalls ihr eigener Henker. Um zum Thema zurückzukehren: Kunst hilft! Im praktischen Alltag verursacht nun all dieses Hab und Gut auch einen gewissen Verwaltungsaufwand. Die Dinge müssen gelagert werden, sie benötigen Platz und meist auch Pflege. Die Schwierigkeit besteht darin, zwischen Aufwand und Wirkung die Balance zu finden. Nicht Wenige werden den Unterschied zwischen erdrückender Überfülle und befreiender Leere kennen, ebenso die Angst vor der Leere im Streben nach Mehr. Ich bezeichne all diese Dinge in Folge als Mist, in all seiner Ambivalenz. Am Beispiel des beachtenswerten Mistkäfers möchte ich das Thema weiter beleuchten. Der Mistkäfer rollt Mistkugeln. Der Mistkäfer frisst Mist. So viel(so wenig) wissen wir. Es gibt unzählige Arten von Mistkäfern und sie alle haben ihre Eigenarten. Einige graben Tunnel unter Dunghaufen, in denen sie ihre Nachkommen mit den nahrhaften Ausscheidungen versorgen, andere leben direkt im Dung und wieder andere formen tatsächlich Kugeln, die sie dann zu ihren entlegenen Behausungen rollen. Als ausdrucksstarkes Bild verwenden wir nun Letzere. Diesen sogenannten telecopriden gleich, rollen wir ein Leben lang unseren Tand vor uns her, gewissermaßen unsere Welt, unser Weltbild. Geotrupidaeproject ist, wie alles menschliche Handeln, als Experiment anzusehen. Der Titel, abgeleitet von Geotrupes stercoriarius, dem Gemeinen Mistkäfer, zollt zeitgemäßem Schwarmwissen Rechnung, da diese Art weniger für ihre Ballkunst bekannt ist, als für ihren aus dem lateinischen abgeleiteten Namen „Erdbohrer“, sinngemäß: „einer, der ausmistet”. Umkehrung und Bedingung sind wesentliche Schlagworte in meinen Überlegungen und so war nun die unmittelbare Fragestellung des Projektes die, was denn geschähe, würde ein solch überbordendes Konvolut der Dinge nicht, wie gewohnt, sortiert und ausgemistet werden, sondern dem Mistkäfer gleich zu einer Kugel geformt und dann an öffentlichem Ort zur Schau gestellt. Wo viel Vieh ist, ist viel Mist. Konzentrierte Überfülle birgt unvermutete Zerstörungskraft. Indem der Mistkäfer den Mist als Nahrungsvorrat unter die Erde bringt bzw. unter der Erde verteilt (und er tut das sehr großzügig...), kann dieser Dung doppelt befruchtend wirken, auf seine Nachkommen und die Gesamtheit des Bodens. Es reduziert sich so auch der Ausstoß schädlicher Treibhausgase. Die menschliche Bezeichnung dafür wäre Nebeneffekt, in der Welt derer die nicht Menschen sind, in der alles lückenlos ineinander greift, wäre wohl selbst der Begriff Effekt ein Griff neben die Schatzkiste der Worte. Anhand der entstandenen verdinglichten Mistkugel erforsche ich nun diese übertragenen Wirkungen und Wirklichkeiten. Johannes Angerbauer, dem Synchronizität in allen Winkeln seines Daseins zufällt, hat mir ein Konvolut von Dingen aus seinem jahrzehntelangen künstlerischen Schaffen zur Verfügung gestellt, so ist diese Mistkugel natürlich gerade auch als Spiegelkugel seiner Selbst und seiner Welt anzusehen. Die ökonomischen und psychologischen Aus- und Nebenwirkungen dieser experimentellen Katharsis fließen in all sein und in all mein Tun ein und vermutlich in das All.
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kutrukau (Metabolische Bilder, 2020)

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